Vortrag

Der Wind der fernen Sonne(n)

Dr. Jens Kleimann, Ruhr-Universität Bochum

Inhalt

Am Mittwoch, dem 22. April, um 20:00 Uhr ist Dr. Jens Kleimann von der Bochumer Ruhr-Universität im Planetarium zu Gast. Er berichtet darüber, dass nicht nur unsere Sonne, sondern auch Sterne und ganze Galaxien einen „Wind“ aus Teilchen haben – und was die Konsequenzen solcher Winde sind.

Anders als bei den Sternen selbst, die schon seit dem Altertum die Neugier der Menschen geweckt haben, ist unser Wissen über den stetigen Fluss heißen Gases – den sogenannten „Sternenwind“, wie ihn auch unsere Sonne erzeugt – erst wenige Jahrzehnte alt. Der Vortrag beginnt mit der Entdeckung und den grundlegenden Eigenschaften des Sonnenwindes. Er zeigt, wie dieser nicht nur durch Raumsonden, sondern insbesondere mit Hilfe computergestützter Modelle und Simulationen erforscht wird. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den äußersten Bereichen unseres Sonnensystems, jenseits der Planeten, wo der Sonnenwind auf das interstellare Medium trifft und durch diese Wechselwirkung die sogenannte Heliosphäre – eine Blase aus solarem Gas – formt.

Im zweiten Teil wird der Blick über die Sonne hinaus geweitet: Die vorgestellten Konzepte werden auf die Winde anderer Einzel- und Doppelsterne übertragen. Die große Vielfalt an Sternen und Sternsystemen führt dort zu ebenso unterschiedlichen Ausprägungen ihrer Winde.

Abschließend spannt der Vortrag den Bogen bis hin zu ganzen Galaxien. Vermutlich stoßen auch sie – ebenso wie die Milliarden Sterne, aus denen sie bestehen – galaktische Winde aus, die den Raum zwischen den Galaxien mit Gas anreichern.


Eintritt: 7,00 EUR