Der aktuelle Sternenhimmel Herbst / Winter 2018

Sternkarte
15. September 3:00 MESZ
15. Oktober 1:00 MESZ
15. November 22:00 MEZ
15. Dezember 20:00 MEZ

(Nur der Mars (Oktober – Dezember) im Bereich der Karte!)

Sternkarte Herbst / Winter 2018

Im September bis Dezember werden die Nächte immer länger – es bleibt mehr Zeit zur Beobachtung des Sternenhimmels. Allerdings wird es auch kühler…

Im Westen sind am Abend die Sternbilder des Sommers noch am Himmel zu sehen. Insbesondere das Sommerdreieick ist auch im Herbst noch leicht zu finden. Es besteht aus drei hellen Sternen, die zu drei verschiedenen Sternbildern gehören. Deneb markiert den Schwanz des Schwans, der mit weit ausgebreiteten Flügeln durch die Milchstraße fliegt. Vega gehört zum kleinen, aber leicht erkennbaren Sternbild Leier, und Atair ist der Hauptstern des Adlers.

Das bekannteste aller Sternbilder, der Große Wagen, steht recht tief im Norden. Der Wagen, der Teil des größeren Sternbilds Große Bärin ist, bildet einen Himmelswegweiser. Verlängert man den Abstand der äußeren Sterne des Wagenkastens etwa fünfmal, gelangt man zum Polarstern, der Deichselspitze des Kleinen Wagens (oder Schwanzspitze des Kleinen Bären). Direkt darunter liegt die Nordrichtung.

Im Süden stehen die Sternbilder des Herbsthimmels. Am auffälligsten ist der Pegasus, in der Sage ein fliegendes Pferd, am Himmel aber ein fast perfektes Quadrat aus gleich hellen Sternen. Daran schließt sich die Sternenkette der Andromeda und der Perseus an. Das Himmels-W der Kassiopeia steht beinahe im Zenit.

Mit dem Fortschreiten der Nacht steigen im Osten die Sternbilder empor, die den Winter ankündigen. Besonders leicht ist der Himmelsjäger Orion mit seinen markanten Gürtelsternen zu finden. Aber auch der Stier mit dem roten Augenstern Aldebaran und dem Sternhaufen der Plejaden – auch als Siebengestirn bekannt – fällt auf. Etwas später steigt auch der hellste Stern des gesamten Himmels, der Sirius im Großen Hund, über den südöstlichen Horizont.

Die Planeten ziehen vor den Sternbildern ihre Bahnen. Sie sind immer wieder an anderen Orten zu sehen.

Auf unserer Sternkarte, die den herbstlichen Himmelsanblick nach Mitternacht und den abendlichen (Früh-)Winterhimmel darstellt, ist nur der „Rote Planet“ Mars auf seiner Bahn von Oktober bis Dezember zu sehen. Der Mars war Ende Juli der Erde besonders nah und entfernt sich jetzt wieder.  Er wandert durch die Sternbilder Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische und ist auch im Dezember noch ein helles Objekt am Abendhimmel.

Die innere Erdnachbarin Venus ist nur noch im September im Westen am Abendhimmel zu sehen. Wenn man durch ein Teleskop schaut, sieht man, dass das Venusscheibchen größer und sichelförmiger wird. Am 26. Oktober steht die Venus dann zwischen der Erde und der Sonne am Taghimmel in „unterer Konjunktion“, allerdings deutlich südlich der Sonne. Dann wendet sie uns ihre Nachtseite zu. Im November taucht die Venus dann schon wieder am Himmel auf, jetzt aber im Osten als strahlender Morgenstern. Sie wandert von der Jungfrau in die Waage und leuchtet Anfang Dezember im „größten Glanz“. Zu Jahresende geht die Venus bereits gegen kurz nach 4 Uhr auf und ist dann bis in die Morgendämmerung hinein zu sehen.

Der Riesenplanet Jupiter wandert durch die Waage. Er ist im September und Oktober noch gut am Abendhimmel zu sehen. Ende November steht er mit der Sonne zusammen am Taghimmel. Erst in den letzten Tagen des Jahres taucht er wieder am Morgenhimmel auf. Dann steht er im !13, Tierkreissternbild“, dem Schlangenträger.

Der Ringplanet Saturn zieht seine langsame Bahn durch das südliche Sternbild Schütze. Seine Helligkeit ist mit der der hellsten Sterne vergleichbar. Tief im Südwesten kann er auch im Oktober noch für etwa drei Stunden am Abendhimmel gesehen werden. Im November verkürzt sich die Sichtbarkeitsdauer deutlich, und im Dezember wird der Saturn unbeobachtbar.