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© Meike Weisner, Planetarium Bochum
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Der aktuelle Sternenhimmel

- im Oktober -

 Der Herbstmonat Oktober lockt vielleicht mit goldenen Tagen und mit Nächten, in denen man bei noch nicht zu kaltem Wetter wunderbar den Himmel beobachten kann. Insgesamt wird die Nacht in Bochum um 1 Stunde und 51 Minuten länger und dauert Ende des Monats schon mehr als 14 Stunden.

Anfang Oktober geht die Sonne um kurz nach 19 Uhr unter, Ende des Monats etwa eine Stunde früher. Allerdings zeigen die Uhren einen Unterschied von zwei Stunden an, denn die Sommerzeit endet in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober. Am 25. Oktober findet der Sonnenuntergang um 17:17 Uhr (Normalzeit, MEZ) statt. Am Tag davor war es noch 18:19 Uhr (Sommerzeit, MESZ). Recht plötzlich stellt sich das Gefühl ein, dass die dunkle Jahreszeit begonnen hat. Der Tag ist aber natürlich nicht plötzlich eine Stunde kürzer geworden, sondern die Sonne geht – laut Uhrzeit – auch eine Stunde eher auf: Am 24.10. um 8:10 Uhr (MESZ) und am 25. 10. um 7:12 Uhr (MEZ).

Gegen 21 Uhr oder 22 Uhr MESZ präsentiert sich der Himmel im Südwesten noch sommerlich: Das Sommerdreieck mit den Sternbildern Schwan, Leier und Adler geht erst weit nach Mitternacht unter. Im Südosten und Süden stehen aber schon die Sternbilder gut sichtbar Himmel, die uns durch die gesamte Herbstnacht begleiten.

Am leichtesten ist der Pegasus zu finden, dessen hellste Sterne ein fast perfektes Quadrat bilden und der manchmal „Herbstviereck“ genannte wird. Wenn man es ganz genau nimmt, gehört der linke obere Stern des Quadrats aber schon zur Sternenkette der Andromeda. Die Kassiopeia, das leicht erkennbare „Himmels-W“, steht hoch darüber. Unterhalb der Kassiopeia finden wir den Perseus. Tief im Osten geht schon das erste der Wintersternbilder, der Stier mit dem bekannten Sternhaufen der Plejaden, auf.

Der Große Wagen, das Sternbild, das viele Menschen als erstes am Himmel suchen – und finden – steht an einem späten Abend im Oktober tief im Norden. Der bekannte Himmelswegweiser, der Teil der größeren Großen Bärin ist, geht zwar nie unter, könnte aber von Bäumen oder Häusern verdeckt werden. Wer also den Polarstern finden möchte, kann nicht nur den Abstand der äußeren Kastensterne des Wagens fünfmal verlängern, sondern auch auf die Kassiopeia zurückgreifen. Wenn man das Himmels-W in der Mitte teilt, kommt man ebenfalls zum Polarstern.

Unter dem Pegasus finden wir die Fische, und knapp jenseits der Südgrenze dieses Sternbilds im Cetus den Planeten Saturn. Kurz nach Mitternacht (MESZ) erreicht der Ringplanet Mitte Oktober im Süden seinen höchsten Stand in etwa 40° Höhe, und erst nach 6 Uhr am Morgen geht er unter. Der Saturn steht am 4. Oktober von der Erde aus gesehen der Sonne genau gegenüber und ist die ganze Nacht zu sehen.

Nach Mitternacht sind im Osten bereits die Sternbilder zu sehen, die uns durch eine Winternacht begleiten, darunter Stier, Fuhrmann, Zwillinge und Orion. Etwas später klettert auch der große Hund mit dem hellen Stern Sirius und das unauffällige Tierkreissternbild Krebs über den Horizont.

Gegen 1 Uhr MESZ geht Mitte Oktober mitten im Krebs der Mars auf. Der äußere Nachbarplanet der Erde ist im Moment noch ein Objekt der zweiten Nachhälfte. Er wird erst Mitte Februar 2027 in Erdnähe sein, ist aber – vor allem durch seine rötliche Farbe - auch jetzt schon auffällig. Um 5 Uhr steht er immerhin schon 35° hoch. Im Teleskop sieht man im Moment noch ein kleines, nur 6‘‘ messendes Planetenscheibchen, auf dem nur wenige Details der Oberfläche sichtbar sind.

Der wesentlich hellere Riesenplanet Jupiter im Sternbild Löwe, der größte aller Planeten und weitaus heller als alle Sterne, erscheint eine gute Stunde nach dem Mars, um kurz nach zwei Uhr über dem Horizont. Er steht um 5 Uhr 25° hoch im Osten. Mitte Oktober ist der Jupiter am Himmel etwa 12° vom Mars entfernt. Bis zum 15. November nähern sich die beiden Planeten bis auf einen Abstand von einem guten Grad. Danach geht der Jupiter früher als der Mars auf und entfernt sich wieder von ihm. Dieses Überholmanöver der beiden Planeten lässt sich in den nächsten Monaten am Morgenhimmel gut beobachten. Auch der Jupiter wird erst im Februar zum Planeten der ganzen Nacht.

Highlights des Monats

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