Am Mittwoch, dem 20. Mai, um 20:00 Uhr berichtet Sam Taziaux von der Bochumer Ruhr-Universität von den kleinsten und häufigsten Galaxien im Universum. Solche Zwerggalaxien enthalten immer noch Milliarden von Sternen, und sie spielen eine große Rolle bei der Entwicklung von Galaxien. Wie sie das machen und wie besonders ihre Magnetfelder dazu beitragen, erfahren die Besuchenden in diesem Vortrag.
Galaxien sind die Bausteine der größten Strukturen im Universum. Sie bestehen aus Sternen, Gas und Staub. Besonders zahlreich sind massearme Zwerggalaxien, über die weniger bekannt ist als über massereiche Spiralgalaxien wie unsere Milchstraße. Gerade Zwerggalaxien sind aber Prototypen für die ersten Galaxien im frühen Universum und spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung größerer Galaxien.
Der Referent Sam Taziaux schreibt seine Doktorarbeit in der Forschungsgruppe Galaxienentwicklung am Astronomischen Institut in Bochum. Die Arbeit der Gruppe konzentriert sich auf die Analyse von Radiostrahlung, mit der die Prozesse und Energiequellen in Zwerggalaxien besonders gut untersucht werden können. Das Hauptziel ist, die Rolle der Zwerggalaxien für die Magnetfelder im intergalaktischen Medium, dem heißen Gas zwischen den Galaxien, besser zu verstehen.
Magnetfelder sind nicht direkt sichtbare, aber einflussreiche Kräfte, die nicht nur die Bewegung von geladenen Teilchen steuern, sondern auch die Sternentstehung, galaktische Windsysteme und die Struktur des interstellaren und intergalaktischen Mediums prägen. Ähnlich wie das interstellare Medium spielt auch das intergalaktische Medium eine Schlüsselrolle in der Galaxienentwicklung. Die Untersuchung des Einflusses von Zwerggalaxien auf dieses Medium liefert wichtige Erkenntnisse über komplexe Prozesse, die für die Entwicklung des Universums von großer Bedeutung sind.
Eintritt: 7,00 EUR
© Die Zwerggalaxie NGC 1569 und ihr Magnetfeld
© Sam Taziaux
Vortrag
Die unsichtbare Macht im All - Magnetfelder in Zwerggalaxien
Sam Taziaux, Ruhr-Universität Bochum