Am Mittwoch, dem 14. Oktober, um 20:00 Uhr ist Pof. Dr. Christian Glaser von der Technischen Universität Dortmund im Planetarium zu Gast. Er nimmt die Besucherinnen und Besucher mit in das ewige Eis der Arktis und Antarktis. Dort gehen Forschende ungewöhnliche Wege, um den geheimnisvollen Neutrinos und ihren kosmischen Quellen auf die Spur zu kommen.

Neutrinos sind die geheimnisvollsten Boten des Universums. Sie durchqueren den Kosmos fast ungehindert und können uns dadurch Informationen aus Regionen bringen, die für Licht oft verborgen bleiben. Besonders die energiereichsten unter ihnen versprechen Einblicke in Schwarze Löcher, explodierende Sterne und andere extreme Phänomene des Kosmos.

Um diese seltenen kosmischen Neutrinos nachzuweisen, entstehen in Grönland und am Südpol riesige Observatorien im Polareis. Dort lauschen Radioantennen auf kurze Radioblitze, die entstehen, wenn ein kosmisches Neutrino im Eis mit einem Atom zusammenstößt. Die Suche nach diesen Ereignissen ist eine enorme Herausforderung. Künstliche Intelligenz wird dabei zu einem Schlüsselwerkzeug: Sie verbessert Detektorbetrieb, Datenanalyse und Rekonstruktion – und beschleunigt so den Weg von der Messung zur Entdeckung.

Der Vortrag gibt Einblicke in die Methoden, mit denen Forschende die Eiswüsten der Polarregionen in Teleskope für das extreme Universum verwandeln und zeigt, wie Künstliche Intelligenz eine neue Ära der Astroteilchenphysik ermöglicht. Der Referent Christian Glaser ist als Professor für Experimentelle Astroteilchenphysik in Dortmund an der Entwicklung dieser neuen Techniken maßgeblich beteiligt.


Eintritt: 7,00 EUR