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Over the Moon

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Over the Moon - 50 Jahre Mondlandung - eine musikalische Reise zum Mond

Sogar 50 Jahre nach Neil Armstrongs erstem Schritt gibt uns der Mond noch immer Rätsel auf. In ihrem aktuellen Programm reflektiert Susanne Mecklenburg mit Musik, Bild und Geschichten über unsere Faszination für den kleinen Erdbegleiter.

Susanne Mecklenburg leitet Satelliten-Missionen bei der ESA. So liegt ihr eine naturwissenschaftliche Betrachtung nahe, bilden Themen wie die Mondfinsternis oder der Einfluss des Mondes auf die Gezeiten einen natürlichen Ausgangspunkt für die Reise zum Mond. Als klassisch ausgebildete Sängerin zieht sie aber auch die emotionale Wirkung des Mondes an: Die Romantik seines sanften Lichts, sein Einfluss auf unsere Träume, seine Inspiration für Mythologien. Es ist eine Beziehung, die bereits im Kindesalter beginnt: „Beim Mond fällt mir sofort der Sandmann ein“, so Mecklenburg.

Mit einer intensiven Recherche hat sie die verschiedenen Fäden künstlerisch zusammengeführt. Erster Anlaufpunkt des Programms ist die aufregende Ära von Galileo Galileis frühen Mondbeobachtungen, eine Zeit, in der sich unsere Perspektiven auf das Universum verschieben und Musiker wie Monteverdi die Grenzen der traditionellen Polyphonie einreißen. Anschließend begeben sich Mecklenburg und ihr Klavierbegleiter William Hancox in die Arme Apollos, des griechischen Gottes der Musik, welcher der ersten Mondmission seinen Namen schenkte. Schließlich kontrastieren sie unser wachsendes Wissen über den Mond mit früheren Vorstellungen über seine Bewohner.

Den musikalischen Rahmen bilden ausgewählte Stücke von Händel über Schumann, Debussy und Britten bis hin zu Golijov und Eisler. Und dank der Einbindung des Gitarristen und Space-Musik-Spezialisten Leander Reininghaus finden sogar elektronisch-improvisierte Elemente einen Weg in das Programm. Es hat etwas zugleich Anregendes und Traumhaftes, wie sich Gesangsdarbietungen, Solo-Klavierstücke, Video-Projektionen des Photographen Gareth Davies sowie Geschichten zu Hintergrund und Thematik der Stücke abwechseln.

Genau genommen geht diese Reise gar nicht zum Mond, sondern in unsere innere Welt, in der sich Eindrücke und Empfindungen im Laufe der Jahrhunderte ständig wandeln. So endet der Abend auch nicht mit endgültigen Antworten, sondern vielmehr mit einer Frage: Was denken Sie, wenn Sie an den Mond denken?


DIE KÜNSTLER

SUSANNE MECKLENBURG (Gesang) leitet Satelliten-Missionen bei der Europäischen Weltraumbehörde ESA und ist klassisch ausgebildete Sängerin. In ihren Programmen verwebt sie Musik unterschiedlicher Stile, Epochen und Regionen zu vielschichtigen musikalischen Geschichten. Multimediale Elemente wie Video und Photographie sind für sie ebenso selbstverständlich wie die Suche nach neuem und selten aufgeführtem Repertoire. susannemecklenburg.info

WILLIAM HANCOX (Klavier) tritt als Solopianist, Kammermusiker und Klavierbegleiter auf und hat in allen bedeutenden Konzerthallen Londons sowie für Classic FM und die BBC gespielt. Seine Lehrtätigkeit umfasst Positionen an Londons Guildhall School of Music and Drama, dem Trinity College of Music und der Britten-Pears School in Aldeburgh.

GARETH DAVIES (Photographie und Video) lebt und arbeitet als freischaffender Photograph in London. Er gilt als einer der führenden Experten für die faszinierende, aber nur von wenigen Künstlern praktizierte Panorama-Slitscan-Technik. Sein Werk wird regelmäßig in Großbritannien und Europaweit ausgestellt.
//tickpan.co.uk

LEANDER REININGHAUS (Komponist und Gitarre) erlangte durch sein Engagement in der Ton-Steine-Scherben-Nachfolgeband „Neues Glas aus alten Scherben“ breitere Bekanntheit. Seitdem pendelt sein Werk zwischen Folk, Rock und kosmischer Elektronik. Unter dem Projektnamen STARSCAPES komponiert er in Echtzeit atmosphärisch-orchestrale
Klangwelten.
www.facebook.com/leander.reini...

Eintritt: 18,00 €, ermäßigt: 16,00 €