Vortrag

Interstellare Raumfahrt? - Möglichkeiten und Grenzen

Inhalt

Dr. Wolfgang Seboldt, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Köln

Werden wir je zu den Sternen fliegen? Können uns dabei sehr fortschrittliche Antriebe helfen, die heute eher an Science-Fiction erinnern, die aber immerhin nicht den bekannten Naturgesetzen widersprechen? Der Vortrag versucht abzuschätzen, wie weit diese Visionen realistisch sind. Dabei werden – zumindest aus heutiger Sicht – auch klare Grenzen erkennbar, begründet vor allem durch hohe Kosten, deren deutliche Reduzierung (um Größenordnungen) nicht absehbar ist und vor allem riesige Entfernungen im Kosmos. Sie lassen es nahezu unmöglich erscheinen, dass Menschen je – selbst unter Berücksichtigung visionärer Technologien wie Lasersegel, Fusions- oder Antimaterieantriebe – die Grenzen des Planetensystems überwinden und zu Nachbarsternen bzw. weiter in die Galaxis vordringen. Aber wer weiß, welche Möglichkeiten die Zukunft bietet…

Dr. Wolfgang Seboldt studierte Mathematik (Diplom) und Physik/Astrophysik (Dr. rer. nat.) an den Universitäten Bonn und Bochum. Seit 1985 ist er beim DLR in Köln-Porz. Wissenschaftlich arbeitete er zunächst auf den Gebieten Plasma-Astrophysik, Stellardynamik, Magnetohydrodynamik und Planetenforschung. Später kamen ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen hinzu – vor allem im Bereich neuartiger Raumfahrttechnologien (u.a. Sonnensegel und Weltraumressourcennutzung). Er hat die Europäische Raumfahrtagentur ESA auch bei der Findung von Zukunftsstrategien beraten.