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Mo, 24.04.2017 / 18:00 Uhr Preise

Charles Messier: Vom Kometenjäger zum Himmelskartographen
vortrag Beschreibung
Charles Massier. Vom Kometenjäger zum Himmelskartographen
Prof. Ralf-Jürgen Dettmar, Ruhr-Universität Bochum

In der Hochzeit der Aufklärung gilt es, die Bewegung der Objekte im Sonnensystem durch das einhundert Jahre zuvor von Newton gefundene Gravitationsgesetz zu beschreiben. Die Bahnberechnung von Kometen und damit auch die Vorhersage der Wiederkehr des Halley'schen Kometen gehören so in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu den vornehmlichsten Aufgaben der Astronomen in Mitteleuropa. Dies erklärt auch, warum sich ein Astronomie-begeisterter junger Mann aus Lothringen, Charles Messier, nach der Beobachtung des "großen Kometen" von 1744 ganz der Jagd nach neuen Kometen verschreibt und insbesondere 1757/58 auch nach dem Halley'schen Kometen sucht.

Als Arbeitsmittel erstellt er dabei eine Liste von "Nebelflecken" am Himmel, die man in den damaligen Teleskopen leicht mit Kometen verwechseln kann. Dieser als Nebenprodukt seiner Arbeit entstandene "Messier-Kaltalog" macht ihn bis heute unvergessen, denn die Liste enthält viele der prominentesten in der Astrophysik untersuchten Objekte, wie Sternhaufen, Supernovaüberreste und ferne Galaxien.

Der Vortrag würdigt unter Einbeziehung des Planetariumsprojektors die Arbeit des im April 1816 verstorbenen Charles Messier und erläutert die Bedeutung der nach ihm benannten Himmelobjekte.

Bild1: Ralf-Jürgen Dettmar
Bild2: Der Maler heißt Ansiaume (Public Domain)

Der Vortrag findet als Teil der Reihe "Jubeljahre" in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum statt. Der Eintritt ist daher frei!