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Der aktuelle Sternenhimmel

Der aktuelle Sternenhimmel Januar - April 2017

Sternkarte
15. Januar 3:00 MEZ
15. Februar 1:00 MEZ
15. März 23:00 MEZ
15. April 22:00 MESZ

Die langen Winternächte im Januar und Februar laden zur Himmelbeobachtung ein – allerdings ist warme Kleidung zu empfehlen. Im März werden die Tage dann wieder merklich länger. Am 20. März sind Tag und Nacht gleich lang: Der Frühling beginnt.

Das bekannteste aller Sternbilder, der Große Wagen klettert von Januar bis April
am Abend im Osten immer höher. Im April steht er schon beinahe im Zenit.

Der abendliche Himmel in den Wintermonaten schmückt sich in Richtung Süden
mit einer ganzen Reihe heller Sterne, die mit nur wenig Übung leicht zu
finden sind. Ein großes Sechseck aus hellen Sternen fällt besonders auf. Dies
ist kein Sternbild – dafür ist es am Himmel viel zu groß. Vielmehr gehört jeder der Sterne dieses Wintersechsecks zu einem eigenen, bekannten Sternbild. Am höchsten am Himmel steht Kapella im Fuhrmann. Aldebaran, südwestlich davon, bildet das rötliche Auge des Stiers. Die Plejaden, auch Siebengestirn genannt, finden sich im Rücken des Stiers. Südöstlich des Stiers glänzt eines der einprägsamsten Sternbilder am ganzen Himmel: der Orion. Zum Wintersechseck gehört das rechte Bein dieses Himmelsjägers, der Stern Rigel. Ebenso auffällig ist Beteigeuze, der linke Schulterstern, der rötlich leuchtet. Der südlichste Stern im Wintersechseck ist Sirius im Großen Hund. Dieser Stern ist zugleich der hellste am gesamten Himmel. Prokyon im Kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen komplettieren das Wintersechseck. An einem Aprilabend ist das Wintersechseck schon weit in den Westen gerückt.

Im Osten und Süden machen sich besonders im März und April die Sternbilder des Frühlings bemerkbar. Am leichtesten kann man den Löwen finden, dessen Körper und Kopf sich aus zwei Sternen-Vierecken zusammensetzen. Aber auch die Jungfrau mit dem hellen Stern Spica und der rötliche Arktur im Bärenhüter gehören zu den himmlischen Frühlingsboten.

Die Planeten ziehen vor den Sternbildern ihre Bahnen. Sie sind immer wieder an anderen Orten zu sehen.

Die innere Erdnachbarin Venus ist noch bis etwa Mitte März als "Abendstern" sichtbar. Besonders im Januar und Februar ist sie der unübersehbare Glanzpunkt am westlichen Himmel nach Einbruch der Dunkelheit. Dabei wandert sie durch die Sternbilder Wassermann und Fische. In der zweiten Märzhälfte wird die Venus dann mit dem bloßen Auge unbeobachtbar, denn am 25. sie steht mit der Sonne zusammen am Taghimmel. Aber schon ab Ende März taucht sie am Morgenhimmel wieder auf, wo sie im April und Mai bis in die Dämmerung hinein strahlend hell in der Nähe des Osthorizonts steht.


Der rötliche Mars ist gibt seine Abschiedsvorstellung am Abendhimmel. Im Januar wandert er vom Wassermann in die Fische, im März wechselt er in den Widder und im April in den Stier. Sehr hell und auffällig ist der Mars allerdings nicht mehr.

Immer besser zu sehen zu sehen ist dagegen der Riesenplanet Jupiter im Sternbild Jungfrau. Zu Jahresbeginn ist er noch ein Planet der zweiten Nachthälfte, aber schon Anfang Februar geht er vor Mitternacht auf. Im März kann er schon fast die ganze Nacht gesehen werden, und am 7. April kommt er schließlich in "Opposition" zur Sonne. Das heißt, dass er der Sonne von der Erde aus genau gegenübersteht und damit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang als auffälliges Objekt am Nachthimmel sichtbar ist.

Der ferne Ringplanet Saturn wandert ganz langsam durch das Grenzgebiet der Sternbilder Schlangenträger und Schütze. Noch ist er vor allem in der zweiten Nachthälfte beobachtbar. Erst ab April steigt er vor Mitternacht über den Horizont.

Wer einmal den innersten Planeten Merkur sehen möchte, der wegen seiner Sonnennähe immer schwer zu beobachten ist, hat dazu Ende März die beste Gelegenheit des Jahres. Etwa zwischen dem 24. März und dem Monatsende kann man versuchen, den schnellen Planeten in der Dämmerung tief im Westen aufzuspüren.